Gesundheitstipps
   
       
  Während der in jedem Winter wiederkommenden sogenannten Grippewelle haben viele Patienten Angst vor einer Ansteckung im Wartezimmer. Die Infektionen im HNO-Bereich sind überwiegend Tröpfcheninfektionen. Das heißt, dass Krankheitserreger nur durch Anniesen oder Anhusten aus ganz kurzer Distanz übertragen werden können – und natürlich durch Küssen! Somit liegt es ganz an Ihnen! Auch auf Zeitungspapier können es sich die Krankheitserreger nicht so recht gemütlich machen, das bedeutet, dass Sie sich auch beim Blättern in einer Zeitschrift nicht anstecken.
Schwerkranke und fiebrige Patienten kommen bei uns selbstverständlich nicht ins Wartezimmer. Bitte gegebenenfalls bereits bei der Anmeldung mit der Helferin besprechen.
 

       
  Ärzte und Helferinnen desinfizieren sich nach jedem Patientenkontakt die Hände. Damit entfällt hier jegliche Ansteckungsgefahr für die Patienten.    
       
  So war bereits am 12.9.2000 im Artikel von Tanja Volz in der Stuttgarter Zeitung zu lesen:

Allzu eifrige Ohrhygiene richtet oft mehr Schaden als Nutzen an. Wer mit Wattestäbchen versucht, Ohrenschmalz aus dem äußeren Ohr zu entfernen, verstopft oft den Gehörgang. „Ein Pfropf im Ohr kann unangenehm werden und muss meist vom Arzt wieder entfernt werden“, erklärt Gisela Jaeck, HNO-Ärztin in Stuttgart. Mit dem Wattestäbchen werde immer nur ein Teil...[kompletten Artikel lesen]
   
       
  Influenza heißt die „richtige“ Grippe im Fachjargon. Sie wird durch Influenzaviren ausgelöst und beginnt schlagartig. Innerhalb kurzer Zeit fühlt sich der Patient schwerkrank und möchte sich nicht mehr bewegen und bekommt hohes Fieber. Medikamente können nur die Symptome lindern, heilen muss sich der Körper selbst. Vorbeugend wirkt hier die Grippeschutzimpfung, die im Herbst vorgenommen wird.
Neben den Influenzaviren gibt es noch viele andere im HNO-Bereich Erkrankungen auslösende Viren, beispielsweise Rhino-Viren. Die Verlaufsformen sind unterschiedlich und reichen von einem banalen Schnupfen über Abgeschlagenheit, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen bis hin zu leichtem Fieber. Der Beginn ist eher schleichend.
   
       
  Neben den viralen Infektionen treffen bakterielle Infektionen die HNO-Organe. Eine bakterielle Infektion muss meist mit einem Antibiotikum behandelt werden. So kann beispielsweise eine unbehandelte Angina (Mandelentzündung), die durch Streptokokken verursacht ist, zu schweren Herz-, Nieren- oder Gelenksentzündungen mit lebenslangen Folgeschäden führen.    
       
  Tinnitus – was ist das?

Tinnitus heißt „Ohrgeräusch“ und ist somit keine diagnostisch untermauerte Diagnose, sondern ein Symptom. Woher dieses Symptom kommt, gilt es zu untersuchen. Anlaufstelle ist der HNO-Arzt. Wichtig ist die Anamnese: wie lange besteht das Ohrgeräusch, welchen Charakter hat es, wie störend ist es? Bestehen andere Erkrankungen? Zur Standarddiagnostik gehören Hörtests, die Aufschluss über das Hörvermögen geben. Hört ein Ohr akut schlechter als das andere und hat ein Ohrgeräusch, zeigt sich das im Hörtest. Dann liegt wahrscheinlich ein Hörsturz vor, der zügig behandelt werden muss. Oft aber deutet das Symptom Ohrgeräusch (ohne Hörminderung) auf Störungen anderer Organsysteme hin, beispielsweise auf Bluthochdruck, Verspannungen im Nackenbereich, auch auf nächtliches Zähneknirschen.
   
       
  Das grüne Rezept

Viele nicht verschreibungspflichtige, aber dennoch wichtige Medikamente werden von Ihrer Krankenkasse nicht mehr erstattet. Für diese Medikamente bekommen Sie von uns ein grünes Rezept. Die Kosten, die Sie dafür ausgeben, können Sie beim Lohnsteuerjahresausgleich geltend machen. Das gilt jedoch nicht für in der Apotheke gekaufte Medikamente, für die Sie kein grünes Rezept haben.
   
       
  Eisbärsalat?

15 Millionen Deutsche hören nicht gut! Die meisten wollen es erst einmal nicht wahrhaben oder behaupten, die anderen nuscheln. Sie können per Telefon prüfen, ob Sie zu dieser Gruppe gehören: Tel. 0900 1217221. Der Test dauert ca. 5 Minuten und kostet 99 Cent.
Internet: www.hoertest-per-telefon.de

Dieser Vorab-Check kann selbstverständlich keine fachärztliche Untersuchung ersetzen. Dazu gehört eine Inspektion mit Ohrmikroskop von Gehörgang, ggf. Säuberung, Inspektion von Trommelfell und Mittelohr. Daran schließen sich Hörtests mit Tönen und ggf. mit Wörtern an. Die Trommelfellbeweglichkeit und die Reflexe des Mittelohrs werden gemessen.